Posttraumatische Belastungsstörung und Zahnmedizin
Posttraumatische Belastungsstörung und Zahnmedizin
Besondere Aspekte bei der Behandlung traumatisierter Patient:innen mit Zahnbehandlungsangst und posttraumatischer Belastungsstörung: Traumasensibler Umgang (trauma informed care) im Patientenkontakt
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sind u.a. eine mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer belastender traumatischer Ereignisse (wie z. B. Krieg, Kriegsgefangenschaft, Folter, sexuelle Gewalt), die an der eigenen Person, aber auch an fremden Personen erlebt werden können (AWMF-Definition 2019). Die Symptome der PTBS umfassen die Wiedererinnerung, ein erhöhtes Erregungsniveau und den Rückzug als andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit gegenüber anderen Menschen, Anhedonie, Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen können, Angst und Depressionen mit Suizidgedanken, Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum, akute Ausbrüche von Angst, Panik, Aggression durch die Erinnerung / Wiederholung des Traumas als Trigger.
Bei PTBS kann sich eine schmerzhafte cranio-mandibuläre Dysfunktion (sCMD) entwickeln. Personen mit PTBS sollten bei Kiefergelenksschmerz/ Kaumuskulaturschmerz, auch bei Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert, zahnärztlich vorgestellt werden, um ggf. eine adjuvante zahnärztliche Therapie bei schmerzhafter craniomandibulärer Dysfunktion zu veranlassen.
Wie kann ein kompetenter Umgang mit diesem Patientenklientel das Behandlungsoutcome verbessern? Wie kann der Zahnarzt/ die Zahnärztin oder die Assistentin/ der Assistent in der Sitzung helfen?
Neben der Wissensvermittlung über dieses spezielle aber doch häufige psychiatrische Erkrankungsbild geht es auch um konkrete Empfehlungen für die zahnärztliche Behandlung.
Kursnummer
26.020009
Kursdatum
24.10.2026
Gebühr
49,00 €
Kurszeit
09:15 - 12:30Uhr
Kursort
Bezirkszahnärztekammer KoblenzBubenheimer Bann 14
56070 Koblenz